Orkantiefs Februar 2022

Die Orkantiefs der vergangenen Tage haben in Bayerns Wäldern insgesamt keine schwerwiegenden Schäden angerichtet. Das hat Forstministerin Michaela Kaniber nach einer ersten Schadensbilanz in München mitgeteilt. Bayernweit wurden überwiegend einzelne Bäume und kleinere Gruppen umgeworfen. Lediglich in den Wäldern der Hochlagen und der Mittelgebirge haben die Stürme deutlichere Spuren hinterlassen – schwerpunktmäßig im Nordosten Bayerns in den Landkreisen Hof, Wunsiedel, Tirschenreuth, Kronach und teilweise im Landkreis Rhön-Grabfeld. Insgesamt ist die bayernweit durch den Sturm angefallene Holzmenge gering, sodass keine Störungen auf dem bayerischen Holzmarkt zu erwarten sind.

Auch in den nächsten Tagen soll es windig bleiben. Kaniber warnt deshalb auch weiterhin dringend vor dem Betreten der Wälder: „Es herrscht noch immer Lebensgefahr im Wald, denn es können jederzeit Äste abbrechen oder ganze Bäume umfallen!“ Auch für die anstehenden Aufräumarbeiten nach dem Abklingen der Stürme ruft die Ministerin zu äußerster Vorsicht auf. „Die Aufarbeitung von Sturmholz ist sehr gefährlich und sollte immer professionell begleitet werden“, so Kaniber. Häufig sei der unterstützende Einsatz von Holzerntemaschinen die sicherste Arbeitsweise. Professionelle Beratung und Hilfe finden die Waldbesitzer bei den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten sowie bei den forstlichen Zusammenschlüssen.

Übersichtskarte

(22. Februar 2022), München

Quelle: StMELF 

 

25. Laub- und Nadelwertholzsubmission in Leipheim

Im Januar fand die 25. Mittelschwäbische Laub- und Nadelwertholzsubmission statt. Angeboten wurden über 1500 fm (überwiegenden Laubholz). 

Den höchsten Preis pro Festmeter erzielte ein Bergahorn mit 4.009 €/fm. Den höchsten Umsatz brachte ebenfalls ein Bergahorn, welcher mit 4,81 fm einen Umsatz von 6.013 € erzielte.    

Folgende Durchschnittspreise (gerundet) wurden erzielt:

Eiche  643 € / fm
Ulme 359 € / fm
Bergahorn 272 € / fm
Esche 218 € / fm
Douglasie 274 € / fm
Lärche 343 € / fm

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der FBG Günzburg-Krumbach und auf der Seite der FBG Neu-Ulm.

Waldzustandserhebung 2021

Der Gesundheitszustand der Wälder in Bayern hat sich nach den verherrenden Trockenjahren 2021 leicht verbessert.

Ausschlaggebend für den leichten Rückgang des Nadel- und Blattverlustes aller Baumarten war der niederschlagsreiche Frühsommer. Im Vergleich zum Vorjahr gingen die Verluste um zwei Prozentpunkte auf rund 26 Prozent zurück. Besonders deutlich fällt die Erholung bei der häufigsten bayerischen Laubbaumart, der Buche, aus. Als vitalste Baumart präsentiert sich die Tanne, die – trotz einer leichten Verschlechterung in den letzten Jahren – seit den 80er-Jahren einen positiven Trend aufweist.

Den Waldzustandsbericht 2021 finden Sie online unter www.stmelf.bayern.de/wald/waldschutz/waldzustand.

Staatspreis für vorbildliche Waldbewirtschaftung

Für die vorbildliche Bewirtschaftung ihrer Wälder werden heuer 14 private und kommunale Waldbesitzer aus ganz Bayern sowie eine anerkannte Forstbetriebsgemeinschaft mit Staatspreisen ausgezeichnet. „Unsere Wälder stecken mitten im Klimawandel und müssen dringend fit für die Zukunft gemacht werden. Die Preisträger haben diese Herausforderung frühzeitig erkannt. Sie arbeiten mit großem persönlichem Engagement am Aufbau klimastabiler Zukunftswälder. Mit der vorbildlichen Bewirtschaftung und mit der Vermarktung des heimischen und klimaneutralen Öko-Rohstoffs Holz leisten die Waldbesitzer einen großartigen Beitrag zum Klimaschutz und für unsere Gesellschaft“, sagte Forstministerin Michaela Kaniber.

Die Wahl der mit Vertretern aus Forstverwaltung und Verbänden besetzten Jury fiel auf die Stadt Amberg, die Gemeinde Bastheim (Lkr. Rhön-Grabfeld), die Privatwaldgemeinschaft Oberammergau, die Waldbesitzervereinigung Wolfratshausen, die Waldgenossenschaft Ickelheim im mittelfränkischen Bad Windsheim, die Wald- und Weidegenossenschaft Pfronten-Kappel (Lkr. Ostallgäu) sowie auf neun private Waldbesitzer aus den Landkreisen Pfaffenhofen a.d.Ilm, Regen, Rottal-Inn, Schwandorf, Bayreuth, Forchheim, Nürnberger Land, Würzburg und Augsburg. Am 17. November wird Ministerin Michaela Kaniber die mit jeweils 1.000 Euro dotierten Staatspreise bei einem Festakt in der Münchner Residenz feierlich überreichen.

Der Staatspreis für vorbildliche Waldbewirtschaftung wird seit 1997 alle zwei Jahre verliehen. Er würdigt das oft jahrzehntelange Engagement der Preisträger für ihre Wälder. Heuer stand er unter dem Motto »Heute für den Wald von morgen!«. Der Preis soll allen rund 700.000 bayerischen Waldbesitzern ein Ansporn sein, ihre Wälder an die Herausforderungen des Klimawandels anzupassen.

 

Eine Liste der Staatspreisträger finden Sie hier: Preisträger 2021

Bundeswaldinventur startet

Die Erhebungen für die vierte Bundeswaldinventur laufen. Auch Bayernweit erfassen Förster*innen der Bayerischen Forstverwaltung Daten über den Zustand und die Veränderung der Wälder. Die Bestandsaufnahme in Bayern, dem Bundesland mit der größten Waldfläche in Deutschland, wird voraussichtlich ca. 2 Jahre in Anspruch nehmen. 

BWI

Die bundesweite Bestandsaufnahme findet alle 10 Jahre unter Federführung des Bundeslandwirtschaftsministeriums sttt. Allein in Bayern werden bei den Stichprobenverfahren ca. 8.000 Inventurpunkte vermessen. Die Ergebnisse sollen frühestens 2024 veröffentlicht werden. 

Weitere Informationen gibt es hier: www.bundeswaldinventur.de

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